Craniosacrale Osteopathie (CSO)

konzentriert ihre Aufmerksamkeit auf erster Linie auf eine Pulsation, die zunächst in den Schädelknochen (Cranium) gefunden wurde. Bald erkannte man, dass diese Pulsation auch entlang der Wirbelsäule bis zum Kreuzbein beobachtet werden kann, wodurch der Begriff 'Craniosacrale Osteopathie' entstand. Über den Ursprung der Pulsation gibt es mehrere Hypothesen. Eine davon ist, dass sie von der Gehirnflüssigkeit (Liquor) ausgehen könnte. Neben der Pulsation beschreibt und beobachtet die CSO minimale Verschiebungen der einzelnen Schädelknochen mit ihren Auswirkungen auf den gesamten Körper. Der therapeutische Zugang in der Craniosacralen Osteopathie ist diese Pulsation, auf die der Cranialosteopath aus heutiger biodynamischer Sicht nicht manipulativ einwirkt, sonder sich nur als Beobachter und Begleiter in das Geschehen einbringt.

   

Kinesiologie

   

Der ursprüngliche Ansatz der Kinesiologie war das Erreichen eines körperlichen und seelischen Gleichgewichtes über eine ausgewogene Spannkraft aller Muskeln. Diese Ausgewogenheit wollte der Kinesiologe Dr. Goodheart nicht über ein Weichkneten von verspannten Muskeln, sondern durch ein Stärken der zu schwachen Muskeln hervorrufen. Er erkannte, dass Muskelgruppen bestimmten Körperfunktionen (Organen, Energiebahnen aus Traditionellen Chinesischen Medizin, neurologischen Bahnen, ...) zugeordnet werden können. Dadurch entwickelte sich aus dem Austesten von Muskeln immer mehr ein Abfragesystem, das Informationen über den momentanen Zustand bestimmter körperlicher Funktion gab. So wird heute der Muskeltest vor allem als eine Art Kommunikationsmittel verwendet, das dazu verhilft, Klarheit in bestimmten Situationen zu bekommen. Mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests und der Verwendung von Mudra (Fingerpositionen) werden tiefere, 'unbewusste' Schichten des Bewusstseins angesprochen. Die dadurch gesammelten Informationen werden wie Puzzleteilchen zu einem größeren Bild zusammengefügt und ermöglichen die Beschreibung eines inneren Zustands. Der Körper erzählt seine persönliche Geschichte.

Mudras

Die Kinesiologie wird durch die Verwendung von Fingerpositionen, auch Mudras genannt, unterstützt. Das Wort Mudra bedeutet so viel wie 'Signal, Zeichen'. Übersetzt aus dem Sanskrit bedeutet das Mudra 'das, was Freude bringt'. Mud heißt Freude, aber auch Geste, um den Göttern zu gefallen. Ra bedeutet 'das, was gibt'. Jeder Fingerposition sind bestimmte Informationen zugeordnet. Diese geben Hinweise auf Bewusstseinszustände oder - vorgänge. Es gibt z.B. Mudras mit der Bedeutung für Knochen, Muskulatur, Organe, Verdrehung usw. Sie werden in die Hand eingestellt und kinesiologisch mit dem Muskeltest ausgetestet.